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Inklusive Kletter- und Boulderhalle-Basislager Bad Aibling für gelebte Inklusion mit der „Goldenen Rampe 2024“ ausgezeichnet

Die inklusive Kletter- und Boulderhalle-Basislager Bad Aibling gGmbH wurde mit der „Goldenen Rampe 2024“ ausgezeichnet. Die Ehrung, verliehen vom Arbeitskreis Inklusion für Stadt und Landkreis Rosenheim, würdigt besondere Projekte, die sich für die Inklusion von Menschen mit Behinderung in besonderer Weise einsetzen.

Die Verleihung fand im Rahmen eines Weißwurstfrühstücks mit rund 60 Gästen statt. Auch zahlreiche politische Vertreterinnen und Vertreter, darunter Landrat Otto Lederer und mehrere Stellv. Landrätinnen/ Landräte, mehrere Bezirksrätinnen und Bezirksräte sowie Altbürgermeister Felix Schwaller, Bürgermeister Stefan Schlier und mehrere seiner Nachbarkollegen, waren anwesend.

Übergeben wurde der Preis von Hans Loy, Vorsitzender des AK Inklusion, und Christine Mayer, Stellv. Vorsitzende des AK Inklusion und Behindertenbeauftragte der Stadt Rosenheim an Frau Natascha Haug und Katja Müller als Mitinitiatorinnen der inklusiven Kletter- und Boulderhalle-Basislager Bad Aibling gGmbH (siehe Bild).

Ein außergewöhnlicher Ort für Inklusion

Landrat Otto Lederer hob in seinem Grußwort hervor: „Dass wir im Landkreis Rosenheim – nämlich in Bad Aibling – seit zwei Jahren die erste inklusive Kletterhalle Deutschlands haben, ist etwas Außergewöhnliches. Darauf bin ich sehr stolz“. Mit der Vision, Menschen mit und ohne Behinderung die Faszination des Klettersports gemeinsam erleben zu lassen, wurde Ende 2022 mit der Eröffnung des Basislagers ein einzigartiger Ort geschaffen.

„Das Basislager ist ein sicherer Ausgangspunkt für neue Heraus-forderungen und ein ‚Safe Space‘, an dem niemand Ausgrenzung befürchten muss“. Vertrauen, Stärke und Miteinander – Die Kletterhalle verbindet mehr als nur sportliche Aktivitäten: „Klettern ist eine Schule des Vertrauens – in das Material, den Sicherungspartner und die eigenen Fähigkeiten. Es lehrt, dass auch Scheitern ein wichtiger Schritt zur persönlichen Entwicklung ist,“ so Lederer weiter. Nicht nur die barrierefreie Gestaltung der Halle, sondern auch die inklusive Zusammenarbeit im Team und das einladende Café machen das Basislager zu einem Ort, an dem Gemeinschaft und Austausch gelebt werden – ganz im Sinne Wolfgang Güllichs: „Man geht nicht nach dem Klettern einen Kaffee trinken, sondern Kaffeetrinken ist Teil des Kletterns“. Mit einem Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer und dem gesamten Team schloss der Landrat seine Rede.

Hans Loy hob in seiner Rede besonders das persönliche Engagement von Natascha und Achim Haug sowie Katja Müller hervor, die bereits im Jahr 2015 den Stützpunkt Inntal e.V. gegründet haben und bereits im ersten Jahr 107 Mitglieder aufnehmen konnten. Mit sechs Trainern konnten wöchentlich bereits acht Klettergruppen betreut werden. Der Zuspruch war so rasant, dass der Verein im Mai 2023 bereits 620 Mitglieder zählte und 28 Trainer wöchentlich 16 Klettergruppen trainierten. Mittlerweile zählt der Verein bereits über 1.100 Mitglieder.

Im Jahr 2020 erfolgte eine Verschmelzung zum DAV Sektion Stützpunkt Inntal e.V.. Mit dem Bau einer eigenen Kletterhalle befasste sich der Verein unter der Führung von Natascha und Achim Haug sowie Katja Müller bereits seit den Jahren 2013/14, wie ich erfahren konnte. Herr Haug war bemüht ein geeignetes Grundstück zu finden und traff dabei bei Altbürgermeister Felix Schwaller auf offene Ohren. Nachdem viele Hürden überwunden waren, konnte die wunderschöne, voll barrierefreie Kletter- und Boulderhalle im Jahr 2022 errichtet und eröffnet werden. Bemerkenswert ist dabei, dass die Halle nicht nur voll inklusiv, sondern auch wärmeautark ist.
Da ein Verein keinen Integrations-Betrieb führen darf, war die Gründung der Inklusive Kletter- und Boulderhalle – Basislager Bad Aibling gGmbH erforderlich, die jetzt die laufende Betriebsführung übernommen hat.  Was seit den ersten Anfängen und jetzt seit der Halleneröffnung von den führenden Personen Natascha und Achim Haug sowie Katja Müller und dem gesamten Team für die Inklusion von Menschen mit Behinderung geleistet wird, hat den AK Inklusion bewogen die „Goldene Rampe 2024“ euch zu überreichen, so Hans Loy. Natascha Haug bedankte sich herzlich beim Arbeitskreis Inklusion für die Auszeichnung mit der „Goldenen Rampe“ und bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie bei ihrem großartigen Team. Gemeinsam machen wir es möglich, Barrieren abzubauen – an der Wand und im Alltag. Wir sehen diese Auszeichnung als Ansporn, weiterhin Menschen zu ermutigen, über sich hinauszuwachsen, Vertrauen zu wagen und gemeinsam stark zu sein, so Natascha Haug.

Über die „Goldene Rampe“

Die „Goldene Rampe“ wird seit 2001 vom Arbeitskreis Inklusion für Stadt und Landkreis Rosenheim verliehen. Sie ehrt herausragende Projekte und Initiativen, die durch gelebte Inklusion Barrieren überwinden und Vorbilder für andere schaffen.

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